Neue Erkenntnisse für Bäckereien und Metzgereien: Verzicht auf Handschuhe ist für Thekenpersonal gesünder

4. März 2014

Berufsgenossenschaft klärt Kunden auf

Für viele Verbraucher ist es ein Zeichen von Hygiene, Sauberkeit und Sicherheit: Das Verkaufspersonal an Frischetheken trägt Einweghandschuhe. Doch für die Verkäuferinnen und Verkäufer werden die Handschuhe schnell zum Gesundheitsrisiko, da ständiges Tragen die Haut schädigen kann und schwerwiegende Hauterkrankungen drohen können.

Deshalb rät die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) vom Tragen dieser Handschuhe ab. „Stattdessen raten wir zu einer Reihe von betrieblichen und persönlichen Hygienemaßnahmen. Dazu gehört, dass Mitarbeiter an der Frischetheke Gabeln, Folien und andere geeignete Hilfsmittel benutzen, regelmäßig über den hygienisch sicheren Umgang mit der Ware geschult werden und streng auf die Sauberkeit ihrer Hände achten. Darüber hinaus wird die Einhaltung der gesetzlichen Hygienevorschriften durch den Unternehmer und durch Behörden überwacht“, erklärt Dr. Maria Schweiger, Fachärztin für Arbeitsmedizin bei der BGN. Für sie steht fest: „Bei entsprechenden Maßnahmen, an denen Unternehmer selbst das größte Interesse haben, bedeutet der Verzicht auf Handschuhe keinerlei Einbußen an Hygiene und Produktqualität. Für die Menschen hinter der Theke bedeutet die Arbeit ohne Handschuhe ein deutliches Plus an Gesundheit.“

Kundeninformation für Frischetheken

Die Berufsgenossenschaft stellt Bäckern und Fleischern eine entsprechende Kundeninformation zur Verfügung, die gut sichtbar im Verkaufsbereich angebracht über den Verzicht auf Handschuhe aufklären sollen. Der Handwerksmeister bürgt dabei mit seinem Namen, dass seine Mitarbeiter im hygienisch sicheren Umgang mit der Ware geschult sind und streng auf die Sauberkeit ihrer Hände achten.

 

(Quelle: Pressemitteilung der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (www.bgn.de))