Neues Berufsbild "Süßwarentechnologe"

8. April 2014

Süßwarenbranche „rüstet auf“

Die  gesamte  Süßwarenbranche  steht  im  Hinblick  auf  die  Altersstruktur  ihrer  Mitarbeiter  und  den  Auswirkungen  des  demografischen  Wandels  vor  der  Herausforderung  eines  Generationswechsels.

Junge motivierte Mitarbeiter für die Süßwarenindustrie zu gewinnen, wird eine der wichtigsten Herausforderungen für die Süßwarenbranche in der Zukunft. Die Erhöhung der Attraktivität des Berufsbildes, verbunden mit einer qualitativen,  modernen  Ausbildung  unterstützt  das  Ziel  jüngere  Arbeitnehmer  für  die Süßwarenindustrie zu gewinnen und für eine langfristige Tätigkeit in der Branche zu qualifizieren. Dafür haben der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), der DGB und die Gewerkschaft NGG, die Kultusministerkonferenz, das Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung, das Bundesinstitut für  Berufsbildung  (BiBB)  sowie  die  ZDS  in  einem  gemeinsamen  Konsens  ein  neues  Berufsbild „Süßwarentechnologe/Süßwarentechnologin“ geschaffen.

 
Die  wichtigsten  Neuerungen  ggü.  dem  bisherigen  Berufsbild  „Fachkraft  für  Süßwarentechnik“  haben  wir  nachfolgend kurz zusammengefasst:
 
- Einsatzgebiete statt Fachrichtungen: breitere Ausbildung, da Spezialisierung nur noch in der Abschlussprüfung, vergrößertes Themenspektrum durch Erweiterung der Sparten z.B. um Knabberartikel, Speiseeis und Kaugummi

- Prüfung: höherer Praxisbezug, Prüfling soll praktische und theoretische Handlungskompetenz bei der Herstellung eines Süßwarenproduktes nachweisen u.a. durch situatives Fachgespräch

- Ausbildungsberufsbild (Inhalte):berufsprofilgebende Fertigkeiten sind ablauforientiert aufgebaut (von der Arbeitsvorbereitung bis zur Verpackung und zum Versand) und aktuelle Anforderungen wie Teamarbeit, Informations- und Kommunikationstechnik, QS wurden integriert.

- Ausbildungsordnung (betriebliche Ausbildung): Anpassung an Unternehmensentwicklungen durch neue Inhalte wie Prozessleittechnik bedienen, Produkte entwickeln, fremdsprachliche Begriffe anwenden, Daten pflegen und schützen

- Rahmenlehrplan (schulische Ausbildung): fachübergreifende Kompetenzformulierung statt Fächeraufteilung; realitätsnahe, praxisorientierte Lernfelder und Lernsituationen entsprechend den Geschäftsprozessen im  Unternehmen.