Tarifrunde in der Ernährungsindustrie wirft ihre Schatten voraus

16. Dezember 2011

Die Ernährungsindustrie stellt sich auf eine schwierige Tarifrunde im kommenden Jahr ein. Brigitte Faust, die neue Präsidentin der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss(ANG) wies im Vorfeld der Verhandlungen auf die starken Preissteigerungen für Rohware in fast allen Bereichen der Ernährungsindustrie hin.

Brigitte Faust

 

Die Laufzeit der Tarifverträge soll zwölf Monate betragen. Auszubildende sollen nach Abschluss ihrer Ausbildung übernommen werden. Darüber hinaus strebt NGG in allen Branchen die Erhöhung der tariflichen Mindestentgelte auf 8,50 Euro pro Stunde an.

 

 

Die Präsidentin der ANG befürchtet auf Grund der angespannten Lage in einzelnen Teilbereichen, dass Betriebsschließungen und Insolvenzen nicht mehr abgewendet werden können. Sie fordert die Gewerkschaft NGG auf, diese Situation bei ihren Forderungen zu berücksichtigen.

 

 

Diese führen in vielen Unternehmen zu Ertragsproblemen, da die Abgabepreise an den Handel meist nicht entsprechend angehoben werden können. Der Verteilungsspielraum für die kommende Tarifrunde schrumpfe daher in vielen Branchen der Ernährungsindustrie, so Faust, sehr stark zusammen.Der Hauptvorstand der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte eine tarifpolitische Empfehlung beschlossen, nach der die Entgelte und Ausbildungsvergütungen im Jahr 2012 zwischen fünf und sechs Prozent steigen sollen.