Tarifpolitische Forderungsempfehlung des Hauptvorstands der Gewerkschaft NGG für die Tarifrunde 2013 vom 28.11.2012

28. November 2012

Am heutigen Tage hat die Gewerkschaft NGG die tarifpolitische Empfehlung ihres Hauptvorstandes für die Tarifrunde 2013 veröffentlicht.

1. Entgelte:
Kernstück ist die Spannweite der für das kommende Jahr zu erwartenden Entgeltforderungen. Für das Jahr 2013 liegt der Forderungsrahmen zwischen 5% und 6%. Die Laufzeit der Anschlusstarifverträge soll 12 Monate betragen.

2. Auszubildende
„Um der Jugend eine Perspektive zu bieten“, fordert die Gewerkschaft NGG eine Übernahme der Auszubildenden nach ihrer Ausbildung. Dies entspricht im Grundsatz den Forderungen der vergangenen Jahre, in denen in unterschiedlichen Nuancen eine Übernahme der Ausgebildeten gefordert wurde.

3. Tariflicher Mindestlohn
Die Gewerkschaft NGG kündigt an, in allen Branchen die tariflichen Mindestentgelte auf 8,50 € pro Stunde erhöhen zu wollen. Allerdings sei „nach wie vor auch der Gesetzgeber“ gefragt, betont die Gewerkschaft NGG: Er müsse eine Lohnuntergrenze von „zunächst“ mindestens 8,50 € pro Stunde einführen, „damit der Niedriglohnsektor eingedämmt werde“.

Traditionell begründet der für Tarifpolitik zuständige stellvertretende NGG-Vorsitzende Claus-Harald Güster die Tarifempfehlung.

Er führte zur Forderungsbegründung neben steigenden Mieten die Belastung der Beschäftigten durch höhere Kosten für Energie und Lebenshaltung an. Höhere Entgelte stärkten die Kaufkraft und damit die Binnennachfrage nach Produkten der Ernährungsindustrie. Zudem sei die wachsende Kaufkraft in Deutschland auch ein wichtiger Beitrag, um die deutschen Leistungsbilanzüberschüsse zu verringern und die Krise in der Eurozone zu bewältigen.