Tarifverhandlungen in der Fleischwirtschaft

23. Oktober 2013

Am 22. Oktober 2013 haben die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Arbeitgeberverbände der Ernährungsindustrie in Hannover mit der Aufnahme von Tarifverhandlungen über einen bundesweiten Tarifvertrag Mindestlohn für die deutsche Fleischwirtschaft begonnen.

 

Dabei war die Festlegung der Mindestlohnsätze Schwerpunkt der gestrigen Tarifverhandlung. Die Gewerkschaft NGG hatte einen einheitlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 € gefordert. Das Angebot der Arbeitgeber sah für Westdeutschland einen tariflichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 € ab dem 1. Januar 2014 vor. Für die ostdeutschen Betriebe bot die Arbeitgeberseite einen Stufenplan, beginnend mit einer Eingangsstufe und drei weiteren Stufen, an.

Die Arbeitgeber begründeten den Stufenplan damit, dass eine schnelle Angleichung unweigerlich zu Arbeitsplatzverlusten in Ostdeutschland führen würde, da sowohl die tariflichen als auch die faktischen Löhne für viele ostdeutsche Betriebe der Fleischwirtschaft in den untersten Gruppen deutlich unter 8,50 € liegen.

In den gestrigen Gesprächen war die Gewerkschaft NGG jedoch nicht bereit, einen solchen Stufenplan mitzutragen. Sie bestand vielmehr auf einer wesentlich schnelleren Angleichung und hat daher selbst eine Vertagung der Verhandlungen vorgeschlagen.

Die Tarifverhandlungen werden daher am 17. Dezember 2013 in Hannover fortgesetzt werden.