Tarifverhandlungen für die Fleischwirtschaft ohne Ergebnis

18. Dezember 2013

Die Tarifverhandlungen über einen tariflichen Mindestlohn für die deutsche Fleischwirtschaft sind am 17.12.2013 in Hannover auch in der zweiten Verhandlungsrunde ergebnislos geblieben.

Wir haben an diesen Tarifverhandlungen teilgenommen. Die Arbeitgeber waren bereit, der Forderung der Gewerkschaft nach einem einheitlichen Mindestlohn in West- und Ostdeutschland zu entsprechen. Sie haben nach intensiver Beratung angeboten, ab dem 1. Juli 2014 8 € und ab dem 1. Juli 2015 einheitlich 8,50 € zu zahlen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gatstätten (NGG) hat stattdessen ihre ursprüngliche Forderung noch erhöht und weitere Tarifsteigerungen gefordert.

„Mit der Weigerung der Gewerkschaft ist eine Chance vertan worden, für die Fleischwirtschaft und somit für 80.000 Arbeitnehmer in Deutschland und für alle Werkvertragsarbeitnehmer erstmals einen Tarifvertrag zu vereinbaren. Es bewahrheitet sich damit erschreckend schnell, dass der gesetzliche Mindestlohn Tarifverträge verhindern wird“, so Dr. Ralf Sibben, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Ernährungsindustrie NRW nach den Verhandlungen.

Die Arbeitgeber sind aber weiter gesprächsbereit. Die Verhandlungen könnten jederzeit wieder aufgenommen werden.